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SUMMARY:ZGD Seminar: Einführung in die Feminizid-Forschung
DTSTART:20241105T151500Z
DTEND:20241217T184500Z
DTSTAMP:20260813T185400Z
UID:indico-event-546@www.conferences.uni-hamburg.de
CONTACT:sekretariat.zgd@uni-hamburg.de
DESCRIPTION:\n\n\n\nDas Aufkommen des Feminizid-Begriffs sowie dessen wiss
 enschaftliche Weiterentwicklung ist eng mit der feministischen Bewegung ve
 rbunden. Daher ist es das Ziel des Seminars\, aktivistische Wissensbildung
  und akademische Konzeptualisierung in seiner Verklammerung zu beleuchten.
  Die Seminarleitenden verstehen sich als Vertreterinnen einer kritischen u
 nd intersektionalen  Wissenschaftspraxis\, die sich an lokalen Missständ
 en orientiert\, Forschung zivilgesellschaftlich verankert und politisch un
 d gesellschaftlich wirkt.\nIn Deutschland ist die (empirische) Erforschung
  von Feminiziden bisher nur rudimentär vorhanden. Daher möchten wir mit 
 dem Seminar das Feld der internationalen und nationalen Feminizid-Forschun
 g sichtbarer machen und dabei die Auseinandersetzung mit den verschiedenen
  Feminizid-Konzeptionen\, Formen von Feminiziden und mit den Bewegungen ge
 gen Feminizide fördern. Die Forschung über Feminizide und über die Bewe
 gung gegen diese entstammt unterschiedlichsten Forschungsdisziplinen wie G
 ender Studies\, (feministische) Soziologie\,  Psychiatrie und Bewegungsfo
 rschung. Unsere Literaturauswahl gestaltet sich dementsprechend interdiszi
 plinär.\nInhaltlich werden wir uns mit den Seminarteilnehmenden mit der E
 ntstehung und Weiterentwicklung des Feminizid-Begriffs\, der Bewegungsgesc
 hichte (Bewegungen gegen Feminizide und gegen Transizide)\, dem internatio
 nalen und nationalen Stand der Feminizid-Forschung und empirischen Daten z
 u versuchten und vollendeten Feminiziden in Hamburg beschäftigen. Diese w
 urden von der „Dokumentations-AG“ des Anti-Feminizid-Netzwerks erhoben
 . Gerade die Untersuchung der empirischen Daten unter Rückgriff auf die g
 rundlegenden Erkenntnisse der Feminizid-Forschung ermöglicht ein umfassen
 des Verständnis der den verschiedenen Formen von Feminiziden zugrundelieg
 enden Faktoren. Auch werden wir die Rolle von Staat und Politik bei Femini
 ziden\, die in Deutschland verübt werden\, untersuchen.\nTermine: Diensta
 gs 16:15 – 19:45 Uhr\, an folgenden Terminen 05.11.\, 12.11.\, 19.11.\, 
 26.11.\, 03.12.\, 10.12.\, 17.12.\, im ZGD Seminarraum in der Monetastraß
 e 4\nPrüfungsleistung: Referat (3 ECTS)\nHinweise zur Anmeldung: Es stehe
 n insgesamt 30 Plätze zur Verfügung. Sollte dieser Kurs ausgebucht sein\
 , schreiben Sie uns eine Mail an sekretariat.zgd@uni-hamburg.de und wir f
 ügen Sie auf unserer Warteliste hinzu.\nZu den Lehrpersonen: Tamara Cand
 ela Gómez de la Torre hat unter anderem Altamerikanistik und Lateinamerik
 a-Studien studiert. An der Bielefeld Graduate School in History and Sociol
 ogy (Universität Bielefeld\, Fakultät für Soziologie) hat sie ein Disse
 rtationsprojekt zu progressiven religiösen Bewegungen in Guatemala durchg
 eführt. Das Promotionsverfahren ist abgeschlossen.Tamara ist seit einigen
  Jahren feministisch organisiert und interessiert sich insbesondere für d
 ie Bewegung gegen Feminizide. In diesem Rahmen führt sie Seminare\, Works
 hops und weitere Veranstaltungen durch. Im vergangenen Jahr hat sie z.B. i
 n Mexiko (an der Universität von Guadalajara)\, wo die Bewegung gegen Fem
 inizide ihren Ursprung hat\, einen Vortrag über die transnationale Verbre
 itung der Bewegung\, die mittlerweile auch Deutschland erreicht hat\, geha
 lten. Sie ist Mitbegründerin des Anti-Feminizid-Netzwerks und dokumentier
 t dort seit 2022 Feminizide\, die in Hamburg verübt werden. Ihr ist es wi
 chtig\, Aktivismus und Wissenschaft miteinander zu verbinden.\n\n\nTabea L
 ouis schloss Anfang 2022 ihren Master in Internationaler Kriminologie an d
 er Universität Hamburg ab. Seitdem veröffentlichte sie im Bereich Polize
 iwissenschaften und engagiert sich zivilgesellschaftlich gegen geschlechts
 spezifische Gewalt. Im letzten Jahr koordinierte sie im Rahmen eines Forsc
 hungsprojektes Workshops zu Sicherheitsverständnissen in verschiedenen St
 adtteilen Hamburgs und veröffentlichte außerdem zur polizeilich eingeset
 zten KI am Hansaplatz. Sie beschäftigt sich mit der Frage\, wie Wissensch
 aft auch gesellschaftlich wirken kann versucht diesen Anspruch in ihrer Ar
 beit zu verwirklichen. \n\n\n\nhttps://www.conferences.uni-hamburg.de/even
 t/546/
LOCATION:ZGD Seminarraum (Monetastraße 4)
URL:https://www.conferences.uni-hamburg.de/event/546/
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